Säure-Basen-Haushalt

Sauer kann lustig machen ..

... aber leider auch krank.

Und zwar immer dann, wenn Ihrem Organismus die nötigen Reserven fehlen, um mit dem heute alltäglichen Überangebot an Säuren fertig zu werden.

Bekanntlich kann eine Übersäuerung des Organismus zu einer sogenannten Therapieblockade führen. Die Ursache dafür liegt darin, dass der Organismus nur im neutralen bis alkalischen Bereich in der Lage ist, auf therapeutische Reize zu reagieren.

Aus diesem Grund sprechen sprechen häufig Menschen mit chronischen Erkrankungen auf eine Reihe von Therapiemaßnahmen wider Erwarten nicht an, weil bei ihnen eine latente Übersäuerung des Körpers besteht.

Säuren fallen in jedem Organismus an. Denken Sie nur an die Atmung: Jede Zelle produziert saures Kohlendioxid, welches über die Lunge abgeatmet wird. Andere, ebenfalls saure Stoffwechselrückstände werden über die Niere (Urin) oder Haut (Schweiß) entsorgt. Die lebenswichtige Konstanthaltung der Säure-Basen-Verhältnisse erfolgt unter Beteiligung von Puffer- und Regulationssystemen. Im Wesentlichen sind die Elemente Carbonat bzw. Bicarbonat sowie Niere und Lunge für diese Regulation verantwortlich. Auch Zink, Mangan, Magnesium, Calcium und Kalium sorgen für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt. Diese Substanzen, die aufgrund ihrer biochemischen Eigenschaften in der Lage sind, schädliche Säuren zu neutralisieren oder zu puffern, nennt man Pufferreserven.

Die Idee, durch die Untersuchung des Urins mit Lackmus-Papier den Säure-Gehalt des Organismus zu bestimmen, klingt zwar logisch, ist aber ohne praktischen Wert.

Der ph-Werte des Urins gibt den pH-Wert des Urins an und sonst nichts. Er sagt nichts darüber aus, wie es um die Pufferungskapazität des Organismus bestellt ist, die die ausschlaggebende Komponente ist.

Hierüber kann nur eine spezielle Laboruntersuchung Aufschluss geben, für die Proben Ihres zu unterschiedlichen Tageszeiten gesammelten Urins benötigt werden. Aus den ausführlich dargestellten Ergebnissen ergeben sich häufig therapeutische Konsequenzen, die von der Umstellung der Ernährung und der Veränderung der Lebensführung bis hin zu der Infusion von entsäuernden Medikamenten gehen können.

Bei einer Verminderung der Säure-Belastung des Organismus ist der Körper in aller Regel wieder in der Lage, auf entsprechende Therapien anzusprechen. Dadurch ist die Behandlung einer Störung des Säure-Basen-Gleichgewichts ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu Gesundheit und Wohlbefinden