Sexualmedizin

Trotz - oder vielleicht gerade wegen der zunehmenden Freizügigkeit im sexuellen Bereich in allen Medien hat die sexuelle Lust in den meisten Beziehungen in der letzten Zeit deutlich nachgelassen, welches zu Frustration und Missverständnissen in den Beziehungen führt, wodurch sich die Probleme wie in einem Teufelskreis immer mehr verstärken.

So sind Paare keine Seltenheit, die schon seit langer Zeit keine Sexualität mehr erleben konnten aus Angst, in sexueller Beziehung zu versagen oder die keine Lust verspüren, sich selbst oder dem Partner bzw. der Partnerin Lust in diesem Bereich zu verschaffen.

Für die betroffenen Menschen sind diese Beschwerden in aller Regel nicht verstehbar und erklärbar, weder sich selbst noch dem Partner gegenüber.

Der Grund liegt häufig einerseits im körperlichen Bereich, d.h. es kann ein Mangel an Hormonen oder an Vitalstoffen vorliegen und andererseits im Bereich der Erwartungen an sich selbst oder an den Partner bzw. die Partnerin.

Vielfach existieren auch unterschiedliche Vorstellungen in der Partnerschaft über die gewünschte Häufigkeit oder Techniken, häufig sind sich Menschen in der Frage unsicher, bis zu welchem Alter man sich Sexualität gönnen kann.

So sollte zu einer sexualmedizinischen Beratung, die ihren Ursprung sowohl in der nachlassenden Fähigkeit, Sexualität befriedigend zu erleben als auch darin, dass vielfach einfach die Lust fehlt, sich dem Partner bzw. der Partnerin intim zu nähern, immer eine eingehende körperliche Untersuchung mit entsprechenden Laborwerten gehören als auch eine Bestandsaufnahme der persönlich erlebten eigenen Sexualität und der gefühlten Erwartungen des Partners bzw. der Partnerin.

Sexualmedizin beinhaltet eine körperliche Behandlung, wenn körperliche Ursachen vorliegen.

Bei der wesentlich häufigeren Konstellation, dass sowohl Mangelerscheinungen im Bereich der Hormone und Vitalstoffe als auch ungünstige Erwartungshaltungen an sich selbst oder den Partner bzw. die Partnerin vorliegen, gehört zur Sexualmedizin neben der körperlichen Behandlung - die in der Gabe von fehlenden Hormonen oder auch pflanzlichen Stoffen zur Wiederherstellung einer normalen physiologischen Balance bestehen kann - eine Veränderung der psychischen Haltungen.


Gelegentlich kann bei Potenzstörungen zur Wiederherstellung des Selbstvertrauens beim Mann auch der vorübergehende Einsatz von sog. Potenzmitteln - wie z.B. Viagra - sinnvoll sein.

Sexualität ist nicht alles, aber sie gehört zum Leben. Vielleicht können Sie sich - falls Sie zu den betroffenen Personen gehören, noch an die Glücksgefühle erinnern, die sich mit Worten nicht beschreiben lassen und die durch nichts anderes ersetzbar sind. Falls Sie nicht zu betroffenen Menschen gehören, brauchen Sie Ihre Erinnerung nicht zu strapazieren sondern können aus dem Hier und Jetzt schöpfen.